Willkommen zur WIT 2018!

Die 36. Wiener Intensivmedizinischen Tage, die WIT-2018, werden vom 14. bis 17. Februar 2018 wie gewohnt im Hörsaalzentrum des Allgemeinen Krankenhauses in Wien stattfinden. Wie bisher wollen wir ein umschriebenes Schwerpunktthema seminarartig systematisch abhandeln, eine praktisch-klinisch orientierte Fortbildung in einem interdisziplinären und interprofessionellen Kreis auf höchstem Niveau bieten. 

 

Die WIT-2018 werden unter dem Leitthema „Übertherapie- Man muss viel wissen, um wenig zu tun stehen und damit eines der schwerwiegendsten Probleme der modernen Intensivmedizin diskutieren. Intensivstationen sind Hochrisikoeinheiten, Intensivpatienten Hochrisikopatienten für die Ausbildung nosokomialer Infektionen. Diese machen heute schon mehr als die Hälfte aller Infektionen bei Intensivpatienten aus und stellen eine steigende Todesursache dar. Der zunehmende Schweregrad der Erkrankung, das stetig steigende Alter und die immer höhere Invasivität der modernen Medizin gepaart mit einem sich änderndem Erregerspektrum und einer immer schwierigeren Resistenzlage begünstigen die Ausbildung von Infektionen.

 

Wegen der Wichtigkeit des Hauptthemas wird das traditionellerweise am Donnerstag stattfindende Gemeinsame Seminar für Pflegepersonen und ÄrztInnen" unter dem Titel "Man muss viel wissen, um wenig zu tun" vorwiegend Hygieneproblemen, also der Vermeidung von nosokomialen Infektionen gewidmet sein. Eine effektive Reduktion ihrer Inzidenz kann nur durch eine systematische Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen erzielt werden.

 

Im Hauptprogramm am 16. und 17. Februar 2018 werden dann die Epidemiologie, die klinische und ökonomische Bedeutung der nosokomialen Infektionen, die Risikogruppen, die wichtigsten Infektionen, die endogenen Quellen von Infektionen, das Problem der multiresistenten Keime, alternative Antibiotikastrategien, u.a.m. besprochen. In der Abschlusssitzung werden Zukunftsperspektiven diskutiert und ob es möglich ist, nosokomiale Infektionen zu eliminieren, welche neuen Antibiotika am Horizont sind, welche neuen Therapiestrategien, wie etwa Impfungen oder Phagen erforscht werden und wie ein "postantibiotisches Zeitalter" aussehen könnte.

 

Die WIT-2018 beginnt am Mittwoch, den 14. Februar mit einem „ROOKIE-Seminar für ÄrztInnen“ für intensivmedizinische Anfänger und alle akutmedizinisch Interessierten. Dieses steht unter der Devise „Ich bin allein im Nachtdienst: Was soll ich tun? – Fälle – Probleme – Situationen“ und stellt eine fallorientierte, interaktive (mit Digi-Vote-System) Fortbildung mit strukturierten Therapieempfehlungen dar.

 

Am Mittwoch, den 14. Februar, wegen des großen Interesses, aber auch am Donnerstag, den 15. Februar findet ein Simulatortraining Notfallmedizin - Intensivmedizin statt, wobei in Kleingruppen nicht Basiswissen vermittelt, sondern das Management von Notfallsituationen in der Gruppe, Kommunikation, Koordination und Teamarbeit geübt und in videogestützten Nachbesprechungen aufgearbeitet werden sollen.

(Achtung: Kleingruppen, nur sehr beschränkte Teilnehmerzahl!)

 

 

Zusätzlich werden am Donnerstag, den 15. Februar sowohl Workshops („Die nicht-invasive Beatmung“; „Echokardiographie auf der ICU" als auch Kurse („Bronchoskopie an der Intensivstation“ und „Reanimation“ sowohl für ÄrztInnen als auch für Pflegepersonen) verbunden mit praktischen Übungen stattfinden.

 

In den Mittagspausen werden - um den praktisch-klinischen Aspekt der WIT zu betonen - als „Intensiv-Quiz“ geführte Sitzungen abgehalten, wobei interaktiv mit dem Publikum Diskussionen von speziellen intensivmedizinischen Problemen (Beatmungsprobleme, Blutungskomplikationen, Elektrolytstörungen, Nierenprobleme, Empirische Antibiotikatherapie, Schock) erfolgen.

 

In der Mittagspause am Samstag wird ein Sepsis- sowie Ethik- Seminar, sowohl für Pflegende als auch Ärztinnen, unter dem Titel ,,Sedierung und Analgesie bei Interventionen" abgehalten, wobei anhand von konkreten Fallbeispielen ethische Entscheidungen insbesondere zur Theraphiebegrenzung und- ende gemeinsam besprochen werden.

 

Weiters werden in den Mittagspausen verschiedene von Firmen (mit-) organisierte „Lunch-Seminare“ abgehalten.

 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Therapieansätze, Berichte über klinische Erfahrungen und interessante Fallbeobachtungen aus dem gesamten Spektrum der Intensivmedizin werden in Kurzvorträgen diskutiert.

 

Wir hoffen, dass dieses wichtige und spannende Themenspektrum, welches zu einem der relevantesten der Intensivmedizin zählt, bei den Wiener intensivmedizinischen Tagen 2018 Ihr Interesse findet und freuen uns, Sie zu einer interessanten und lebhaften Tagung in Wien begrüßen zu können.

 

Für die Veranstalter

 

Anton Laggner    Michael Joannidis    Wilfred Druml    Thomas Staudinger

Andreas Valentin    Josefa Günthör    Christian Vaculik   Erwin Adrigan

 

www.intensivmedizin.at