Willkommen zu den WIT 2020!

Die 38. Wiener Intensivmedizinischen Tage, die WIT-2020, werden vom 12. bis 15. Februar 2020 wie gewohnt im Hörsaalzentrum des Allgemeinen Krankenhauses in Wien stattfinden. Wie bisher wollen wir ein umschriebenes Schwerpunktthema seminarartig systematisch abhandeln und eine praktisch-klinisch orientierte Fortbildung in einem interdisziplinären und interprofessionellen Kreis auf höchstem Niveau bieten.

 

Die WIT-2020 werden unter dem Leitthema „Interdisziplinäre Probleme in der Notfall- und Intensivmedizin“ stehen. IntensivmedizinerInnen und insbesondere auch NotfallmedizinerInnen sind die letzten „UniversalistInnen“ der modernen Medizin, sie können mit praktisch jedem medizinischen Akutproblem konfrontiert werden und müssen daher in ihrer Ausbildung ein sehr breites Spektrum von Expertise erwerben.

 

Zusätzlich sind Notfall- und IntensivmedizinerInnen oft mit speziellen Problemen aus nicht-internistischen/nicht anästhesiologischen Fachbereichen konfrontiert, für die sie – wenn es sich nicht um fachspezifische Intensivstationen handelt – Beratung und Unterstützung aus Spezialfächern benötigen.

 

In diesen Situationen muss vom/von der Intensiv- und NotfallmedizinerIn eine adäquate Primärdiagnostik und Akutversorgung sichergestellt werden, bevor ExpertInnen aus spezifischen Fachbereichen beigezogen bzw. die PatientInnen auf Spezialstationen verlegt werden können. Daher müssen sich Intensiv-und NotfallmedizinerInnen ein Basiswissen auch für diese speziellen Situationen aneignen. (Beachten Sie: für diese Simulator-Trainings, Kurse und Workshops SEHR limitierte Teilnehmerzahl).

 

Im Rahmen der WIT-2020 sollen derartige Situationen besprochen werden, wie Schwangerschaftskomplikationen, schwere Hautveränderungen, akut-neurologische und psychiatrische Zustandsbilder, Augenverletzungen, urologische Akutprobleme, Verbrühungen, Verbrennungen, oder die Erstversorgung von Notfällen bei Kindern.

 

Traditionell wird am Donnerstag, 13. Februar 2020 wieder ein „Gemeinsames Seminar für Pflegepersonen und ÄrztInnen“ stattfinden, bei dem unterschiedliche Themen zur interdisziplinären Zusammenarbeit, der Kommunikation, zur Angehörigenbetreuung und in einer Sitzung die „Künstliche Intelligenz an der Intensivstation“ besprochen werden.

 

Abgeschlossen wird der Donnerstag mit der Sitzung „Alte Kontroversen – Neue Studien“, wobei die neuesten und meistdiskutierten Studien, wie u.a. zur ECMO, zur Sedierung und zur Volumentherapie analysiert werden sollen.

 

Die WIT-2020 beginnt wieder am Mittwoch, dem 12. Februar 2020 mit einem „ROOKIE-Seminar für ÄrztInnen“ für intensivmedizinische AnfängerInnen und alle akutmedizinisch Interessierten. Dieses steht unter der Devise „Ich bin allein im Nachtdienst: Was soll ich tun? – Fälle – Probleme – Situationen“ und stellt eine fallorientierte, interaktive Fortbildung (mit Digi-Vote-System) mit strukturierten Therapieempfehlungen dar.

 

Am Mittwoch, 12. Februar, Donnerstag, 13. Februar und Freitag, 14. Februar 2020 finden Simulationstrainings für „ECMO“ und „Notfallmedizin – Intensivmedizin“ statt, wobei in Kleingruppen das Management von Notfallsituation in der Gruppe, Kommunikation, Koordination, Teamarbeit geübt und in videogestützten Nachbesprechungen aufgearbeitet werden soll (Kleingruppen, sehr beschränkte Teilnehmerzahl!).

 

Zusätzlich werden am Mittwoch, 12. Februar und Donnerstag, 13. Februar 2020 verschiedene Kurse („Die nicht-invasive Beatmung“, „Zentralvenöse Zugänge“, „Ultraschall auf der Intensivstation“, „Bronchoskopie an der Intensivstation", „Atemwegs-Management“ und „Reanimation“ für ÄrztInnen als auch Pflegepersonen) verbunden mit praktischen Übungen stattfinden. Am Freitag, 14. Februar vormittags wird ein Lagerungs- und Mobilisierungsworkshop für die Pflege abgehalten.

 

In den Mittagspausen werden, um den praktisch-klinischen Aspekt der WIT zu betonen, als „Intensiv-Quiz“ geführte Sitzungen abgehalten, wobei interaktiv mit dem Publikum Diskussionen von speziellen intensivmedizinischen Problemen (Beatmungs-Quiz, Respirator-Quiz, Neuro-Quiz, Antibiotika-Quiz, Toxikologie-Quiz, Nieren-Quiz) erfolgen.

 

In der Mittagspause am Samstag, den 15. Februar 2020 wird eine Ethik-Diskussion sowohl für Pflegende als auch ÄrztInnen unter dem Titel „Das pure Überleben ist nicht das Therapieziel in der Intensivmedizin“ abgehalten, wobei anhand von konkreten Fallbeispielen ethische Entscheidungen insbesondere zur Therapiebegrenzung und -beendigung gemeinsam besprochen werden sollen.

 

Weiters werden in den Mittagspausen verschiedene von Firmen (mit-) organisierte „Lunch-Seminare“ abgehalten. (Genaueres siehe Hauptprogramm)

 

Zusätzlich werden neben den Kursen auch wieder Lunch-Seminare für die Pflege abgehalten, wobei als Themen „Akute kardiale Dekompensation“, und „Nierenersatzverfahren auf der Intensivstation“ geplant sind.

 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Therapieansätze, Berichte über klinische Erfahrungen und interessante Fallbeobachtungen aus dem gesamten Spektrum der Intensivmedizin werden in Kurzvorträgen diskutiert. Wir ersuchen um zahlreiche Einsendung von Abstracts! (Achtung: reduzierte Teilnahmegebühr für Abstract-präsentierende AutorInnen)

 

Wir hoffen, dass dieses wichtige und spannende Themenspektrum der Wiener Intensivmedizinischen Tage 2020 Ihr Interesse finden wird und würden uns freuen, wenn Sie zu einer interessanten und lebhaften Tagung in einer freundschaftlichen Atmosphäre nach Wien kommen könnten.

 

Für die Veranstalter

 

Anton Laggner                        Michael Joannidis                Wilfred Druml                          Thomas Staudinger

Andreas Valentin                       Josefa Günthör                Christian Vaculik                          Erwin Adrigan

 

 

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