Willkommen zur WIT 2017!

Die 35. Wiener Intensivmedizinischen Tage, die WIT-2017, werden vom 15. bis 18. Februar 2017 wie gewohnt im Hörsaalzentrum des Allgemeinen Krankenhauses in Wien stattfinden. Wie bisher wollen wir ein umschriebenes Schwerpunktthema seminarartig systematisch abhandeln, eine praktisch-klinisch orientierte Fortbildung in einem interdisziplinären und interprofessionellen Kreis auf höchstem Niveau bieten. 

 

Die WIT-2017 werden unter dem Leitthema „Die nosokomialen Infektionen des Intensivpatienten stehen und damit eines der schwerwiegendsten Probleme der modernen Intensivmedizin diskutieren. Intensivstationen sind Hochrisikoeinheiten, Intensivpatienten Hochrisikopatienten für die Ausbildung nosokomialer Infektionen. Diese machen heute schon mehr als die Hälfte aller Infektionen bei Intensivpatienten aus und stellen eine steigende Todesursache dar. Der zunehmende Schweregrad der Erkrankung, das stetig steigende Alter und die immer höhere Invasivität der modernen Medizin gepaart mit einem sich änderndem Erregerspektrum und einer immer schwierigeren Resistenzlage begünstigen die Ausbildung von Infektionen.

 

Wegen der Wichtigkeit des Hauptthemas wird das traditionellerweise am Donnerstag stattfindende Gemeinsame Seminar für Pflegepersonen und ÄrztInnen" unter dem Titel "Hygiene: eine Teamaufgabe" vorwiegend Hygieneproblemen, also der Vermeidung von nosokomialen Infektionen gewidmet sein. Eine effektive Reduktion ihrer Inzidenz kann nur durch eine systematische Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen erzielt werden.

 

Im Hauptprogramm am 17. und 18. Februar 2017 werden dann die Epidemiologie, die klinische und ökonomische Bedeutung der nosokomialen Infektionen, die Risikogruppen, die wichtigsten Infektionen, die endogenen Quellen von Infektionen, das Problem der multiresistenten Keime, alternative Antibiotikastrategien, u.a.m. besprochen. In der Abschlusssitzung werden Zukunftsperspektiven diskutiert und ob es möglich ist, nosokomiale Infektionen zu eliminieren, welche neuen Antibiotika am Horizont sind, welche neuen Therapiestrategien, wie etwa Impfungen oder Phagen erforscht werden und wie ein "postantibiotisches Zeitalter" aussehen könnte.

 

Die WIT-2017 beginnt am Mittwoch, den 15. Februar mit einem „ROOKIE-Seminar für ÄrztInnen“ für intensivmedizinische Anfänger und alle akutmedizinisch Interessierten. Dieses steht unter der Devise „Ich bin allein im Nachtdienst: Was soll ich tun? – Fälle – Probleme – Situationen“ und stellt eine fallorientierte, interaktive (mit Digi-Vote-System) Fortbildung mit strukturierten Therapieempfehlungen dar.

 

Am Mittwoch, den 15. Februar, wegen des großen Interesses, aber auch am Donnerstag, den 16. Februar findet ein Simulatortraining Notfallmedizin - Intensivmedizin statt, wobei in Kleingruppen nicht Basiswissen vermittelt, sondern das Management von Notfallsituationen in der Gruppe, Kommunikation, Koordination und Teamarbeit geübt und in videogestützten Nachbesprechungen aufgearbeitet werden sollen.

(Achtung: Kleingruppen, nur sehr beschränkte Teilnehmerzahl!)

 

 

Zusätzlich werden am Donnerstag, den 16. Februar sowohl Workshops („Die nicht-invasive Beatmung“; „Echokardiographie auf der ICU" als auch Kurse („Bronchoskopie an der Intensivstation“ und „Reanimation“ sowohl für ÄrztInnen als auch für Pflegepersonen) verbunden mit praktischen Übungen stattfinden.

 

In den Mittagspausen werden - um den praktisch-klinischen Aspekt der WIT zu betonen - als „Intensiv-Quiz“ geführte Sitzungen abgehalten, wobei interaktiv mit dem Publikum Diskussionen von speziellen intensivmedizinischen Problemen (Beatmungs-Quiz, Neuro- Psycho- Quiz, AB-Dosierungs-Quiz bei CRRT, Nephro-Quiz, Notfall-Radiologie-Quiz) erfolgen.

 

In der Mittagspause am Samstag wird wieder eine Ethik- Diskussion, sowohl für Pflegende als auch Ärztinnen, unter dem Titel ,,Palliativtheraphie am Lebensende: Ernährung und Flüssigkeit" abgehalten, wobei anhand von konkreten Fallbeispielen ethische Entscheidungen insbesondere zur Theraphiebegrenzung und- ende gemeinsam besprochen werden.

 

Auch findet in der Mittagspause des Donnerstag, den 16. Februar 2017 eine Sitzung der Sepsis Gesellschaft unter dem Titel „Diagnose und Therapie der nosokomialen Sepsis" statt.

 

Weiters werden in den Mittagspausen verschiedene von Firmen (mit-) organisierte „Lunch-Seminare“ abgehalten. Geplant sind: "Umgang mit Schmerz, Agitation, Delir"; ,,ECMO außerhalb der ICU"; ,,v-v-ECLS und v-a-ECMO"; ,,Indikationen und Durchführung"; ,,Mikronährstoffe in der parenteralen Ernährung"; ,,Mehr Sicherheit in der Infusionstherapie"; ,,Das Herz bei Sepsis"; ,,Management von immunsupprimierten Patienten" ;  „ARDS-Beatmung  2017"; ,,Endokarditis 2017".

 

Zusätzlich finden Lunch-Seminare für die Pflege zu den Themen ,,Intensiv- und Anästhesiepflege 2030"; „Hämodynamisches Monitoring" und "Palliativmaßnahmen am Lebensende: Volumentherapie und Ernährung “  (neben weiteren für Pflegende interessanten Lunchseminaren) statt.

 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Therapieansätze, Berichte über klinische Erfahrungen und interessante Fallbeobachtungen aus dem gesamten Spektrum der Intensivmedizin werden in Kurzvorträgen diskutiert.

 

Wir hoffen, dass dieses wichtige und spannende Themenspektrum, welches zu einem der relevantesten der Intensivmedizin zählt, bei den Wiener intensivmedizinischen Tagen 2017 Ihr Interesse findet und freuen uns, Sie zu einer interessanten und lebhaften Tagung in Wien begrüßen zu können.

 

Für die Veranstalter

 

Anton Laggner    Michael Joannidis    Wilfred Druml    Thomas Staudinger

Andreas Valentin    Josefa Günthör    Christian Vaculik   Erwin Adrigan

 

www.intensivmedizin.at