Willkommen zu den WIT 2019!

Die 37. Wiener Intensivmedizinischen Tage, die WIT-2019, finden vom 13. bis

16. Februar 2019 wie gewohnt im Hörsaalzentrum des Allgemeinen

Krankenhauses in Wien statt. Wie bisher wollen wir ein umschriebenes

Schwerpunktthema seminarartig systematisch abhandeln, sowie eine praktisch-klinisch orientierte Fortbildung in einem interdisziplinären und interprofessionellen

Kreis auf höchstem Niveau bieten.

 

Die WIT-2019 stehen unter dem Leitthema "Individualisierte Intensivmedizin“ und werden damit einen fundamentalen Paradigmenwechsel der modernen Medizin und insbesondere der Intensivmedizin diskutieren. Jahrzehntelang haben wir Krankheiten und Syndrome (Sepsis, ARDS) nach standardisierten Mittelwerten (MAP) behandelt, und nicht Patienten, eben Krankheiten und nicht Kranke.

 

Dabei haben wir übersehen, dass jeder einzelne Patient einzigartig ist, nicht nur seine eigene Persönlichkeit und Lebensgeschichte hat, sondern auch eine individuelle Krankheitssituation nach genetischer Ausstattung, epigenetischen Modifikationen, nach seiner individuellen Resistenz/  Resilienz gegenüber Krankheitszuständen, seiner immunologischen Prägung, dem Alter, Geschlecht und insbesondere auch den verschiedenen Komorbiditäten.

 

Dieser Wandel weg vom „Standardpatienten“ hin zur Behandlung des kranken Menschen in seiner individuellen Einzigartigkeit soll bei den WIT-2019 nachgezeichnet werden. In einem allgemeinen Einleitungsblock werden der Hintergrund für diese Individualisierung, das Spannungsfeld in dem sich Patienten zwischen Objekt oder Subjekt befinden, sowie die Begriffe „Personalisierte Medizin“ und „Präzisionsmedizin“ abgehandelt.

 

Im weiteren Programm soll an einer Reihe von klinischen Situationen, Syndromen und Krankheitsbildern dargestellt werden, wie eine Therapie an den einzelnen Patienten adaptiert und an welchen Leitgrößen eine individualisierte Therapie vorgenommen werden kann.

 

Schließlich soll in der Abschlusssitzung diskutiert werden, dass Richtlinien, Konsensus-Empfehlungen und Therapiestandards in keinem Widerspruch zur Individualisierung stehen, sondern dass eine individualisierte Therapie auch im Sinne einer Evidenz-basierten Medizin vorgenommen werden muss.

 

Wegen seiner eminenten Wichtigkeit für das gesamte Behandlungsteam wird das Leitthema „Individualisierung“ nicht nur im Hauptprogramm am 15. und 16. Februar 2019, sondern auch im „Gemeinsamen Seminar für Pflegepersonen und ÄrztInnen“ am Donnerstag, dem 14. Februar 2019 abgehandelt. Durch ihre enge Nähe zu den Patienten sind gerade Pflegepersonen unmittelbar mit diesem grundsätzlichen Charakteristikum einer Intensivtherapie konfrontiert, wobei  u.a. Themen wie Empathie, Kommunikation, Patientenkomfort und Einbeziehung der Angehörigen besprochen werden sollen.

 

Abgeschlossen wird der Donnerstag mit der Sitzung „Alte Kontroversen – Neue Studien“, wobei die neuesten und meistdiskutierten Studien, wie u.a. zur ECMO, zu Bikarbonat und zur liberalen Volumentherapie analysiert werden sollen.

 

Die WIT-2019 beginnen wieder am Mittwoch, dem 13. Februar 2019 mit einem „ROOKIE-Seminar für ÄrztInnen“ für intensivmedizinische Anfänger und alle akutmedizinisch Interessierten. Dieses steht unter der Devise „Ich bin allein im Nachtdienst: Was soll ich tun? - Fälle – Probleme – Situationen“ und stellt eine fallorientierte, interaktive Fortbildung (mit Digi-Vote-System) mit strukturierten Therapieempfehlungen dar.

 

Am Mittwoch, dem 13. Februar 2019 und Donnerstag, dem 14. Februar 2019 findet ein Simulator-Training Notfallmedizin – Intensivmedizin statt, wobei in Kleingruppen das Management von Notfallsituationen in der Gruppe, Kommunikation, Koordination, Teamarbeit geübt und in videogestützten Nachbesprechungen aufgearbeitet werden soll (Kleingruppen, sehr beschränkte Teilnehmerzahl!).

 

Zusätzlich werden am Donnerstag, dem 14. Februar 2019 sowohl Workshops ("Der schwierige Atemweg“; "Bronchoskopie an der Intensivstation"; "Zentralvenöse Zugänge") als auch Kurse ("ECMO-Basiskurs“; "Die nicht-invasive Beatmung“; "Ultraschall auf der Intensivstation" und "Reanimation“   für ÄrztInnen als auch Pflegepersonen) verbunden mit praktischen Übungen stattfinden.

 

In den Mittagspausen werden - um den praktisch-klinischen Aspekt der WIT zu betonen - als „Intensiv-Quiz“ geführte Sitzungen abgehalten, wobei interaktiv mit dem Publikum, Diskussionen von speziellen intensivmedizinischen Problemen und Fällen (Blickdiagnosen-Quiz; Hormon-Quiz; Fieber Quiz; Beatmungs-Quiz; Elektrolyt-Quiz; Blutgas-Quiz) durchgeführt werden.

 

In der Mittagspause des Donnerstags, 14. Februar 2019 findet wieder eine Sitzung der Sepsis-Gesellschaft unter dem Titel „Individualisierte Sepsis-Therapie“ statt.

 

In der Mittagspause am Samstag, 16. Februar 2019 wird eine Ethik-Diskussion sowohl für Pflegende als auch ÄrztInnen unter dem Titel „Jeder stirbt seinen eigenen Tod - Individualisierte Entscheidungen am Lebensende“ abgehalten, wobei anhand von konkreten Fallbeispielen ethische Entscheidungen zur Therapiebegrenzung und –beendigung gemeinsam besprochen werden.

 

Weiters werden in den Mittagspausen verschiedene von Firmen (mit-) organisierte „Lunch-Seminare“ abgehalten. Geplant sind: “Sedierung"; "Gerinnungsmanagement bei ECMO“; "Sepsis-Therapie"; "Problemlösungen bei ECMO"; "Leitlinienkonforme Ernährung des Intensivpatienten“; "Prädiktive Technologien in der ICU"; "Akute Herzinsuffizienz"; "ARDS-Beatmung 2019“; "Therapie der Pneumonie"  und andere.

 

Zusätzlich werden wieder Lunch-Seminare für die Pflege zu den Themen "Ernährung bei Intensivpatienten“; "Elektrolytentgleisungen auf der Intensivstation“; "CO2-Elimination: Bei wem? Wie?“ und schließlich auch das Ethik-Seminar "Individualisierte Entscheidungen am Lebensende“  abgehalten.

 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Therapieansätze, Berichte über klinische Erfahrungen und interessante Fallbeobachtungen aus dem gesamten Spektrum der Intensivmedizin werden in Kurzvorträgen diskutiert.

 

Wir hoffen, dass dieses wichtige und spannende Themenspektrum der Wiener intensivmedizinischen Tage 2019 Ihr Interesse findet und freuen uns, Sie zu einer interessanten und lebhaften Tagung in einer freundschaftlichen Atmosphäre in Wien begrüßen zu können.

 

Für die Veranstalter

 

Anton Laggner         Michael Joannidis    Wilfred Druml         Thomas Staudinger

Andreas Valentin    Josefa Günthör          Christian Vaculik   Erwin Adrigan

 

 

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